Ehrenmitglied Heimat- und Geschichtsverein

Ernennung zum Ehrenmitglied des Heimat- und Geschichtsvereins Erlangen

Jahreshauptversammlung 2015 am 21.04.15 (Textauszug) des Heimat- und Geschichtsvereins Erlangen e. V. in Dreycedern von Pia Tempel-Meinetsberger TOP 6 Ehrung langjähriger Mitglieder (30-60 Jahre) und Ernennung von drei neuen Ehrenmitgliedern 1. neues Ehrenmitglied Dr. Siegfried Balleis geb. 1953, Diplomkaufmann, promoviert in Politik- und Kommunikationswis-senschaften, seit 1984 bei Siemens AG, dann Wirtschaftsreferent und von 1996 bis 2014 Oberbürgermeister der Stadt Erlangen. Mitglied bei uns seit 20 Jahren (1995). Unser Altoberbürgermeister Dr. Balleis war wie sein Amtsvorgänger Dr. Hahlweg ein hervorragender Oberbürgermeister für unsere Stadt. Unter seiner Leitlinie „Suchet der Stadt Bestes“ entwickelte er die Stadt weiter als Wissenschafts- und Medizinstadt mit Investitionen in Universität, Forschung und Arbeitsplätze. Er stand für die Entwicklung des Röthelheimparks, für eine moderne Bürgerverwaltung, für wirtschaftliches Haushalten mit Schuldenabbau und förderte stets das Ehrenamt. Diese Leistungen für Erlangen erfordern unstrittig hohe Anerkennung und Wertschätzung.
Was haben Sie lieber Herr Balleis für uns und mit uns getan? Ihr Geschichtsbewußtsein hat sich prächtig fortentwickelt, Sie zeigten stets echtes Interesse an Heimat und Geschichte, und förderten unser Engagement. Ich darf chronologisch einige Beispiele nennen: 1996 – Gemeinsame Tafelenthüllung am Nürnberger Tor, die erste gemeinsame Aktion. 2001 – 2003 Umgestaltung Martin-Luther-Platz und Nördl. Hauptstraße mit Diskussionsrunden, Leitthesen, Taxidebatte, Altstadtforumsgründung, Löwenenthüllung
2002 – 1000-Jahr-Feier Erlangens mit dem Festumzug und König Heinrich im Gefolge sowie diversen Veranstaltungen 2002 – Erlanger Stadtlexikon als gemeinsame Aufgabe und Herausforderung, zwei der Redakteure sind heute ebenfalls hier und werden geehrt (Dr. Andreas Jakob und Bertold Frhr. von Haller). Dieses Werk ist für jeden Erlanger unverzichtbar geworden.
2002 – Tag des offenen Denkmals mit zentralem Festakt auf dem Martin-Luther-Platz. Sie waren stets bei der Eröffnung zum Tag des offenen Denkmals mit dabei und haben uns unterstützt. Es gab dann jährlich einen Eröffnungsakt.
Das gleiche gilt für die „Erlanger Bausteine der fränkischen Heimatforschung“. Die Stadt Erlangen hat stets 500 Exemplare übernommen und verschenkt, z. B. an den Stadtrat und an Gäste. Sie waren auf den Band stets stolz genau wie wir. 2004 – Diskussion um das Palais Stutterheim: „Verkaufen oder Sanieren?“
Es blieb und wurde ab 2006 saniert. Es wurde zum schönsten öffentlich genutzten Barock- und Bürgerdenkmal der Stadt Erlangen. Für diese Entscheidung gilt noch heute unser Dank! Der Redoutensaal blieb ebenfalls Bürgersaal, der Schloßplatz wurde erneuert mit Bäumen und eine Gestaltverordnung für die Innenstadt sorgte für Verbesserung des Stadtbildes (mit Referent Bruse).
2005 – die Erlanger Bergkirchweih wurde 250 Jahre alt. Das Thema Bierstadtward wieder aktuell. 2006 – 300 Jahre Altstadtbrand mit Festgottesdienst, Kunstaktion auf dem Platz und Ausstellung im Stadtmuseum „Von der Ackerbürgerstadt zum Vergnügungsviertel?“ (noch heute aktuell). Ins Rathaus holten Sie die Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: „Seht welch kostbares Erbe“.
2006 – Gründung „Förderverein Bürgerpalais Stutterheim“ mit Ihnen als Vorsitzendem und Gründer
2007 – Jährlicher Altstadtempfang neu im Stadtmuseum, für Sie war dieses Datum stets wichtig. Der Verein zog in den Museumswinkel. Nach langer Diskussion entschieden Sie sich mit dem Stadtrat für das neue Stadtarchiv im Museumswinkel. Dies haben wir sehr begrüßt.
2009 – 300 Jahre Markgräfing Wilhelmine wurde von Ihnen ebenfalls unterstützt. Die Rosenzüchtung „Sophie Caroline“ diente zur Unterstützung des Palais Stutterheim. Der Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überreichte Ihnen beim Tag des offenen Denkmals eine Spende für das Bürgerpalais.
2009 – 90 Jahre Heimat- und Geschichtsverein Festakt mit Ihnen und dem Festredner Dr. Beckstein Ministerpräsident a. D., sowie zahlreichen Mitgliedern und Gästen im Redoutensaal. Der Sonderbaustein von Dr. Dörfler „Erlanger Straßennamen“ wurde ebenfalls von Ihnen gefördert.
2009 – Wo viel Licht, gibt es auch Schatten…- dem Aufreger Platenhäuschen folgte die Broschüre „Bauskandal am Platenhäuschen“ herausgegeben von Dr. Och und Bertold von Haller. Der Verein hatte
einst dieses Häuschen besessen und der Stadt Erlangen geschenkt. Dies war der Anfang einer schwierigen Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Der Initiativkreis Platenhäuschen deckte Versäumnisse auf, es wurde Besserung gelobt, aber bis heute blieb es schwierig.
2010 – Es folgten der Abriß der Bachmannvilla sowie der vergebliche Diskursum die Reste der Schwabachanlage (ehem. Hupfla) als Gedenkstätte und2011- der Abriss des Neustädter Schießhauses, obwohl der Verein protestierte.
2012 – Der Verein kaufte das Stadtforscherhaus und die Stadt Erlangen genehmigte einen ersten Baukostenzuschuß von 2 x 15.000 Euro für 2013 und folgend. Sie waren als einer der ersten im Stadtforscherhaus und bekamen einen Original-Baustein.2013 – Sie begleiteten den Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit dem Ortskuratorium durch Erlangen bei seiner bundesweiten Jahrestagung. Beiden Tafelenthüllungen zum Tag des offenen Denkmals mit Bernd Nürmberger vom Arbeitskreis Innenstadt waren Sie ebenfalls stets mit dabei. Die Straßen der Altstadt wurden Zug um Zug saniert, so z. B. die Wasserturmstraße. 2013 – Das Sanierungsgebiet Nördl. Stadtmauerstraße kam ins Förderprogramm „Aktive Zentren“ und mit dem neuen Planungsreferent Weber fanden erste Begehungen statt. Der „Saugraben“ samt mittelalterlicher Stadtmauer soll nun endlich saniert werden. Diese Geschichte endet 2014 mit der Neuwahl von Oberbürgermeister Dr. Janik. Lieber Herr Balleis, Sie haben in den Jahren Ihrer Amtszeit 1996 – 2014 Hervorragendes für die Stadtgeschichte, für unsere historische Innenstadt und für uns geleistet. Dies wollte ich mit dieser Chronik verdeutlichen. Sie haben auch immer ein offenes Ohr für unseren Verein gehabt.
Der Vorstand möchte Ihnen hiermit danken und möchte Sie heute zum Ehrenmitglied unseres Vereins ernennen.